Nicay – PURE ECO LEATHER – Maßangefertigte Leder Schuhe, Handtaschen Unikate

Joh. Rendenbach Eichenloh-Grubengegerbte Ledersohlen

Nachhaltige Leder Sohlen Qualität seit 1871

Eine Herzensangelegenheit ist die Zusammenarbeit mit der Lederfabrik Johann Rendenbach in unserer Heimatstadt Trier. Von dort beziehen wir die hochwertigen Ledersohlen für unsere Schuhe und Stiefel. Wir verwenden diese Ledersohlen aus persönlicher Überzeugung, da sie alle für uns wichtigen Kriterien wie Qualität, Mensch- und Umweltschonende Herstellung und schöne Optik erfüllen.

Seit über 140 Jahren produziert die Lederfabrik Rendenbach besonders Hautverträgliches Leder nach dem traditionellen Eichenloh-Grubengerbverfahren. Hanns Rendenbach leitet das Trierer Unternehmen bereits in der 4. Generation.

Die traditionelle Eichenloh-Grubengerbung ist ein Verfahren, bei dem kompostierbare Gerbstoffe wie Baumrinden und Früchte zum Einsatz kommen. Der umweltfreundliche und schonende Gerbprozess sorgt für eine besonders gute Hautverträglichkeit, Haltbarkeit und Flexibiltät des Leders. Das Leder ist vollständig biologisch abbaubar.

Das Naturleder von Joh. Rendenbach ist extrem abriebfest, wasserabweisend, zäh und dabei flexibel, bietet einen hohen Tragekomfort und überzeugt optisch durch seinen warmen, holzähnlichen Farbton.

Unsere meist verwendete Sohle, die wir auch selbst am liebsten tragen, ist die Rendenbachsohle “Tonga” mit rutschfestem Gummiinlay. Eine Sohle für Liebhaber von Ledersohlen, die es auch rutschfest mögen. Passend zur Sohle kombinieren wir den Rendenbach Absatzblock “Toplift”, ebenfalls eine Kombination aus Leder und rutschfestem Gummi.

Selbstverständlich können sie auch Vollledersohle von Rendenbach bekommen.

Gute Dinge brauchen Zeit

Hält man eine Ledersohle von Joh. Rendenbach in der Hand, so kann man sich zunächst überhaupt nicht vorstellen, wieviel Arbeit und handwerkliches Können in solch einer “kleinen Sohle” steckt. Der Besuch der Lederfabrik Joh. Rendenbach war für uns in jeder Hinsicht beeindruckend. Halten wir seither eine Rendenbachsohle in der Hand, so erfüllt es uns jedes Mal ein wenig mit Ehrfurcht vor all der Arbeit und Zeit, die benötigt wird, um eine solche Sohle herzustellen.

Der Gerbprozess beginnt im Farbengang, bei dem im Verlauf von etwa vier Wochen eine langsame Angerbung der Blöße stattfindet. Die Faserstruktur der Haut wird geöffnet und auf die spätere Aufnahme der Tanine (Gerbstoffe) vorbereitet. Der Farbengang besteht aus mehreren Gruben, die mit Brühen unterschiedlicher Konzentration gefüllt sind. Die Rahmen mit den Häuten werden täglich von einer Grube des Systems in die nächste umgelagert. Die einzelnen Gruben sind nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren in einem geschlossenen Kreislauf miteinander verbunden.

Die zweite Stufe des Angerbens findet im Versenk statt. Ein Versenk ist eine zur Hälfte mit Gerbbrühe gefüllte Grube, in die jeweils eine Schicht Hautmaterial und eine Schicht Lohe abwechselnd eingearbeitet werden. Danach wird das gesamte Material in der Gerbbrühe versenkt. Die Blöße verbleibt hier etwa sechs Wochen; danach wird der Vorgang in einem zweiten Versenk wiederholt.

Die eigentliche Eichenloh-Grubengerbung ist ein sehr schonender Prozess. Er wird in alten, etwa drei Meter tiefen Eichenholzgruben durchgeführt. Im Verlauf der Gerbung werden die Gerbstoffe der Lohe in die Eiweißstruktur der Haut eingebunden und sorgen für deren Konservierung und Vernetzung. Für die traditionelle Eichenloh-Grubengerbung liefert die Natur die wichtigsten Lohebestandteile, dazu zählen, ebenso wie bei den von uns verwendeten, pflanzlich gegerbten Ober- und Futterledern, Eichen-, Fichten – und Mimosarinde sowie Valonea-Früchte.

Warum gibt es so wenige Produkte aus pflanzlich gegerbtem Leder?

Aufgrund des hohen Arbeits- und Kostenaufwands der Pflanzengerbung gegenüber der Gerbung mit Chrom, weil die Mode so schnelllebig ist und eine Handtasche, Lederjacke oder Schuhe dann nicht viel kosten dürfen, ist pflanzlich gegerbtes Leder heute leider nur noch sehr selten und schwierig erhältlich.

Wir sind der festen Überzeugung, dass ein schönes Accessoire oder Kleidungsstück aus Leder nach wie vor etwas sehr Kostbares sind: Etwas, das uns über viele Jahre hinweg begleitet, uns unterwegs Sicherheit und Wohlgefühl vermittelt, mit Zeit und Gebrauch seinen unverwechselbaren Charakter in Form einer schönen Patina erhält – und das wir nicht selten direkt auf der Haut tragen. Deshalb haben wir uns von Anfang an für die konsequente Verwendung von Ökoleder entschieden.

Die feinen, traditionell pflanzlich gegerbten Leder für unsere Produkte
beziehen wir direkt von der Rendenbach Gerberei in Trier, Deutschland.

Ledersohlen und Absätze mit einer Teilschutzsohle aus dünnem Gummi

Zu den wohl meist diskutierten Themen gehört die Frage, ob Ledersohlen mit einem zusätzlichen Gummischutz überzogen werden sollten oder nicht. Unsere rahmengenähten Schuhe und Stiefel können Sie sowohl mit als auch ohne Gummischutz bekommen.

Zu den häufigsten Argumenten für eine zusätzliche Gummisohle zählen u.a., dass die Ledersohle vor Feuchtigkeit geschützt wird, die Füße trocken bleiben, die Sohle rutschfester ist als die Ledersohle, die Rahmennaht geschützt wird und der Abrieb der Ledersohlen vermindert wird. Da die Gummischutzsohle mit 2mm relativ dünn ist, schadet sie auch kaum dem eleganten Erscheinungsbild.

Befassen Sie sich näher mit diesem Thema, so werden sie auf ebensoviele Gegenargumente stoßen, unter anderem, dass die Schuhe sich beim Laufen im Unterschied zur reinen Ledersohle steifer und härter anfühlen, die Statik des Schuhs verändert wird, die Rahmennaht beim Anschleifen der Ledersohle beschädigt werden könnte, der Fuß nicht mehr richtig atmen kann oder dass die elegante Optik des Schuhs leidet.

Vergleicht man nun diese Positionen, so ist es immer noch schwer, eine Entscheidung zu treffen. Auch die Experten werden sich hier nicht einig, daher finden wir, sie sollten diese Entscheidung ganz individuell nach ihren Bedürfnissen treffen. Sicherlich macht es hier einen Unterschied, ob man den Weg ins Büro zu Fuss bei Wind und Wetter über Schotter und Kopfsteinpflaster zurücklegt, oder ob man mit dem Auto bis vor die Türe fährt.

Persönlich habe ich mich für die Rendenbach Tonga Sohle entschieden, einer Ledersohle mit zentriertem Gummiinlay, hinzu der Absatzblock Toplift, ebenfalls eine Kombination aus Leder mit einer Ecke aus rutschfestem Gummi. Neben der schönen Optik der Sohle ist das Gummiinlay rutschfest, die Ledersohle ist dabei absolut flexibel und das Laufgefühl unerreicht. Bis auf wenige Wochen im Jahr trage ich diese Sohlen das ganze Jahr hindurch. Bei Schnee und Eis leistet dann ein paar Schuhe oder Stiefel mit Vibram Sohlen beste Dienste.

Joh. Rendenbach

The soul of a shoe

Besonders stolz sind wir auf die Zusammenarbeit mit der Lederfabrik Johann Rendenbach in unserer Heimatstadt Trier, deren hochwertige Absätze und Ledersohlen wir für unsere Stiefel und Schuhe verwenden. Seit 1871 produziert das Traditionsuntenehmen Rendenbach – mittlerweile in der 4. Generation – ihr Leder konsequent nach dem traditionellen Eichenloh-Grubengerbverfahren. Strapazierfähig und langlebig, besonders Hautverträglich, flexibel und atmungsaktiv – für höchsten Tragekomfort.